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Wer kann mit dem folgenden Gedicht von Wilhelm Busch etwas anfangen?

Ich fand es in der Gedichtesammlung einer Tante (wir haben ihren Nachlass geregelt).

Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.
Ihn stört in seinem Lustrevier
Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
Und niemand gibt ihm weise Lehren,
Die gut gemeint und bös zu hören.
Der Welt entronnen, geht er still
In Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schlafrock wandelt er
Bequem den ganzen Tag umher.
Er kennt kein weibliches Verbot,
Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt vor fremden Späherblicken,
Kann er sich selbst die Hose flicken.
Liebt er Musik, so darf er flöten,
Um angenehm die Zeit zu töten,
Und laut und kräftig darf er prusten,
Und ohne Rücksicht darf er husten,
Und allgemach vergißt man seiner.
Nur allerhöchstens fragt mal einer:
Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,
Ich dachte längst, er wäre tot.
Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
Läßt sich das Glück nicht schöner malen.
Worauf denn auch der Satz beruht:
Wer einsam ist, der hat es gut.

    florian l
    Posted 2 months ago

    Viele sind ja traurig wenn sie mal eine Zeit alleine sind, und können damit nichts anfangen!
    Also ich denke es ist ein vorteil Einsam sein zu können!
    Man wird Stärker dadurch und lernt sich besser kennen, und kann das dann ummünzen!
    Besser mal Bewusst alleine gewesen sein, als zb. am Ende des Lebens gegen den eignen Willen!

    Im Endeffekt ist man in vielen alleine und deswegen sollte das jeder Lernen damit klarzukommen!

      Katt_inka
      Posted 2 months ago

      Nun, wenn ich das Bedürfnis habe, mich zurückzuziehen, nach Lust und Laune zu gammeln ohne Rücksicht nehmen zu müssen, geht es mir so wie W.. B.. Ich liebe es, an einem Wochenende ein packendes Buch zu lesen, nicht ans Telefon zu gehen, kurz, ich genieße die Einsamkeit bis zu einem gewissen Maß.
      Allerdings, zieht man sich öfter über einen längeren Zeitraum zurück, muss man sich nicht wundern, wenn die Zeit mit sich alleine zu einem Dauerzustand wird ;) ).

        Grit
        Posted 2 months ago

        “Bequemlichkeit” macht nachlässig, maulfaul und später dann einsam.

        Aber bitte nicht “Einsamkeit” mit “Alleinsein”(-Wollen) verwechseln.
        Der Allein-sein-Wollende ist froh, mal(!) niemanden sehen, hören oder sprechen zu müssen – ihm wird nicht die “Decke auf den Kopf fallen”, und er wird es genießen.
        Der Einsame h a t niemanden mehr, der ihn sehen, hören oder sprechen
        möchte – und er wird darunter leiden..

          Mimì
          Posted 2 months ago

          Ja, da hat er recht der alte Wilhelm Busch.
          Man muß es ja nicht gleich bis zur Menschenfeindlichkeit übertreiben, aber auch ich schätze das Alleinsein sehr.

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