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Welches Gedicht soll ich auswendig lernen?

Hallo,
ich muss in Deutsch (11te Klasse eines Gymnasiums) ein Gedicht auswendig lernen. Wir haben die freie Wahl, einzige Bedingung es muss mindestens 10 verse haben. Leider weiß ich nur überhaupt nicht was für eins ich nehmen soll und von welchem Dichter.
Ich wollte mir ein paar Anregungen holen, vielleicht haben ja einige ein paar Ideen? Auswendig lernen fällt mir relativ leicht, darum kommt es nicht auf Länge un Komplexität an.
Gibt es Vorschläge?
Bitte verwechselt nicht Gedichte mit Balladen. Die mussten wir in der 9ten lernen. Also sind der Zauberlehrling, Ribbeck und auch John Maynard schon weg. Es geht um normale Gedichte. KEINE Balladen.

    wuzy39
    Posted 1 year ago

    Vorschlag:
    Die Bürgschaft von F. Schiller:
    http://www.kombu.de/buergsch.htm
    ciao

      Ace
      Posted 1 year ago

      Herr von Ribbeck

        mo
        Posted 1 year ago

        Meine Liebe

        Du hast mich damals mal gefragt,
        ob ich dich wirklich lieben würde.
        Du wolltest, dass ich es dir sage,
        doch ich konnt es einfach nicht tun.
        Ich sagte dir, dass ich nicht wisse,
        wie Liebe ist und ob ich Liebe.
        Ich wollt nur sagen, dass ich Liebe,
        wenn diese auch für Ewig ist.
        Es war jedoch dein größter Wunsch,
        dass ich dir sage, dass ich dich liebe,
        so tat ich es und so war klar,
        ich liebe dich für immer dar.

        Doch kurz darauf wurd dir verboten,
        zu lieben mich und ich war sicher,
        ich müsst dich kampflos gehen lassen,
        damit ich dir nicht schaden würde.
        Ich ließ dich los und hielt es aus,
        trotz, dass es wirklich schrecklich war,
        Ich trotzte einsam diesem Leiden
        und nur für dich. Ich liebte dich.
        Dann, eines wunderschönen Tages,
        kamst du zu mir und sagtest mir,
        dass du ein Leben ohne mich
        nur leben könntest leidiglich.

        Du kämpftest hart und das Verbot,
        dass uns doch trennte, war nicht mehr.
        Doch warn wir leider ohne Glück,
        denn unser Kampf sollt weiter gehen.
        Denn jene Leut, die`s uns verboten,
        zusammen zu sein, die waren noch.
        Und leider wollten sie noch immer,
        dass unsre Liebe schnell verflog.
        Doch kämpften wir gemeinsam weiter
        und sammelten immer weiter Kraft,
        denn solange wir auch kämpften,
        Zeigte die Liebe ihre Macht.

        In dieser langen frohen Zeit,
        gestand ich dir nun meine Liebe.
        Ich tat es oft und war mir sicher,
        dies ist, das weiß ich Wahre Liebe.
        Du sagtest mir, du liebtest mich,
        so sehr, du wolltest mich nicht missen.
        Müsstest du`s doch, so meintest du,
        du fühltest dich völlig zerrissen.
        Du wolltst auch wissen, wie ich liebe,
        wie sehr und auch wie kämpferisch.
        Ich konnte wieder nicht erklären,
        was ich denn nun empfand, für dich.

        Doch warst Du glücklich und zufrieden.
        Und ich, oh ja ich war es auch.
        Ich wußt du wolltest, dass ich kämpfe,
        für alles, was ich im Leben brauch.
        So lernte ich das kämpfen gerne
        und lernte es auch ziemlich schnell.
        Und unsere Liebe konnt Gedeihen
        und leuchtete nur strahlend hell.

        Doch eines finster schlimmen Tages,
        da kamst du und erzähltest mir,
        von einem Fehler in der Disco
        und einem Kuss der nicht von mir.
        Doch weil ich dich so tierisch liebte,
        konnt ich dir doch nicht böse sein.
        So kämpft ich nicht, und war ganz ehrlich,
        ich liebte dich und ließ es sein.

        Kurz drauf erklärtest du mir dann,
        dass deine Liebe sei erloschen.
        Und ich wollt dich einfach nicht missen
        und kämpft um dich wie nie zuvor.
        Ich wollt die Hoffnung nicht verlieren
        und bot dem Schrecken meine Stirn,
        doch ach der Schreckken war gefährlich,
        und unsre Verbindung schwand dahin.

        Und dann warst du fast ganz verschwunden.
        Nur Mitleid war auch weiter da.
        Es tat dir leid, wie ich mich plagte
        und dass ich so am kämpfen war.
        So stoppte ich aktiv zu kämpfen
        ich wollte nicht, dass du so fühlst.
        Ich hinderte mich, dich an zu flehen
        und nun, nun wart ich nur noch hier.

        Ich warte, weil ich doch nicht will,
        dass es dir weh tut, was ich mache.
        Ich warte, dass sich alles löst,
        dass ich aus diesem Traum erwache.
        Denn wenn ich dich nur sehen würde,
        dann könnt ich nicht mehr ohne dich.
        Ich würde tun was ich auch könnte,
        dich zu bekommen, die einzige für mich.
        Ich weiß ich würde alles geben.
        Ich will nur nicht mehr ohne dich sein.
        Ich gäbe für dich gern mein Leben,
        SO IST MEINE LIEBE
        UND WIRD SIE FÜR IMMER SEIN.

        sorry leider nur 9 , erfinde doch was dazu :P

          rübe
          Posted 1 year ago

          Der Zauberlehrling

          Hat der alte Hexenmeister
          sich doch einmal wegbegeben!
          Und nun sollen seine Geister
          auch nach meinem Willen leben.
          Seine Wort und Werke
          merkt ich und den Brauch,
          und mit Geistesstärke
          tu ich Wunder auch.

          Walle! walle
          Manche Strecke,
          daß, zum Zwecke,
          Wasser fließe
          und mit reichem, vollem Schwalle
          zu dem Bade sich ergieße.

          Und nun komm, du alter Besen!
          Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
          bist schon lange Knecht gewesen:
          nun erfülle meinen Willen!
          Auf zwei Beinen stehe,
          oben sei ein Kopf,
          eile nun und gehe
          mit dem Wassertopf!

          Walle! walle
          manche Strecke,
          daß, zum Zwecke,
          Wasser fließe
          und mit reichem, vollem Schwalle
          zu dem Bade sich ergieße.

          Seht, er läuft zum Ufer nieder,
          Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
          und mit Blitzesschnelle wieder
          ist er hier mit raschem Gusse.
          Schon zum zweiten Male!
          Wie das Becken schwillt!
          Wie sich jede Schale
          voll mit Wasser füllt!

          Stehe! stehe!
          denn wir haben
          deiner Gaben
          vollgemessen! -
          Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
          Hab ich doch das Wort vergessen!

          Ach, das Wort, worauf am Ende
          er das wird, was er gewesen.
          Ach, er läuft und bringt behende!
          Wärst du doch der alte Besen!
          Immer neue Güsse
          bringt er schnell herein,
          Ach! und hundert Flüsse
          stürzen auf mich ein.

          Nein, nicht länger
          kann ichs lassen;
          will ihn fassen.
          Das ist Tücke!
          Ach! nun wird mir immer bänger!
          Welche Mine! welche Blicke!

          O du Ausgeburt der Hölle!
          Soll das ganze Haus ersaufen?
          Seh ich über jede Schwelle
          doch schon Wasserströme laufen.
          Ein verruchter Besen,
          der nicht hören will!
          Stock, der du gewesen,
          steh doch wieder still!

          Willst am Ende
          gar nicht lassen?
          Will dich fassen,
          will dich halten
          und das alte Holz behende
          mit dem scharfen Beile spalten.

          Seht da kommt er schleppend wieder!
          Wie ich mich nur auf dich werfe,
          gleich, o Kobold, liegst du nieder;
          krachend trifft die glatte Schärfe.
          Wahrlich, brav getroffen!
          Seht, er ist entzwei!
          Und nun kann ich hoffen,
          und ich atme frei!

          Wehe! wehe!
          Beide Teile
          stehn in Eile
          schon als Knechte
          völlig fertig in die Höhe!
          Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

          Und sie laufen! Naß und nässer
          wirds im Saal und auf den Stufen.
          Welch entsetzliches Gewässer!
          Herr und Meister! hör mich rufen! -
          Ach, da kommt der Meister!
          Herr, die Not ist groß!
          Die ich rief, die Geister
          werd ich nun nicht los.

          “In die Ecke,
          Besen, Besen!
          Seids gewesen.
          Denn als Geister
          ruft euch nur zu diesem Zwecke,
          erst hervor der alte Meister.”

          Johann Wolfgang von Goethe

            Hanna
            Posted 1 year ago

            Der Zauberlerling, von Goethe.
            Ich mag es und meine Lehrerin früher auch, da sie es mal selber auswendig lernen musste. Damit habe ich ziemlich gepunktet:
            http://www.unix-ag.uni-kl.de/~conrad/lyrics/zauber.html …..
            Außerdem ist auf der Seite auch ne Suchmaschine, da musste nur irgendeinen Dichter eingeben und schon zeigt er dir sämtliche Gedichte….

              Agnes F
              Posted 1 year ago

              Irgendwie haben hier einige VErse mit Strophen verwechselt!

              Joseph von Eichendorf (1788 – 1857)

              Mondnacht

              Es war, als hätt’ der Himmel
              Die Erde still geküßt,
              Daß sie im Blütenschimmer
              Von ihm nun träumen müßt’.

              Die Luft ging durch die Felder,
              Die Ähren wogten sacht,
              Es rauschten leis die Wälder,
              So sternklar war die Nacht.

              Und meine Seele spannte
              Weit ihre Flügel aus,
              Flog durch die stillen Lande,
              Als flöge sie nach Haus.

              Find ich wunderschön, hab ich mal aus Interesse auswendig gelernt. Wenn man es sich laut vorhersagt, dann klingt es sogar noch besser als es gelesen klingt!

              Viel Spaß beim Suchen!

                  psammler
                  Posted 1 year ago

                  Ich habe immer früher bei freier Gedichts Wahl Ringelnatz genommen
                  und hier mal ein kleines Gedicht von ihm

                  Der Bücherfreund

                  Ob ich Biblio- was bin?
                  Phile? “Freund von Büchern” meinen Sie?
                  Na, und ob ich das bin!
                  Ha! und wie!

                  Mir sind Bücher, was den anderen Leuten
                  Weiber, Tanz, Gesellschaft, Kartenspiel,
                  Turnsport, Wein und weiß ich was, bedeuten.
                  Meine Bücher — wie beliebt? Wieviel?

                  Was, zum Henker, kümmert mich die Zahl.
                  Bitte, doch mich auszureden lassen.
                  Jedenfalls: viel mehr, als mein Regal
                  Halb imstande ist zu fassen.

                  Unterhaltung? Ja, bei Gott, das geben
                  Sie mir reichlich. Morgens zwölfmal nur
                  Nüchtern zwanzig Brockhausbände heben —
                  Hei ! das gibt den Muskeln die Latur.

                  Oh, ich mußte meine Bücherei,
                  Wenn ich je verreiste, stets vermissen.
                  Ob ein Stuhl zu hoch, zu niedrig sei,
                  Sechzig Bücher sind wie sechzig Kissen.

                  Ja natürlich auch vom künstlerischen
                  Standpunkt. Denn ich weiß die Rücken
                  So nach Gold und Lederton zu mischen,
                  Daß sie wie ein Bild die Stube schmücken.

                  Äußerlich? Mein Bester, Sie vergessen
                  Meine ungeheure Leidenschaft,
                  Pflanzen fürs Herbarium zu pressen.
                  Bücher lasten, Bücher haben Kraft.

                  Junger Freund, Sie sind recht unerfahren,
                  Und Sie fragen etwas reichlich frei.
                  Auch bei andern Menschen als Barbaren
                  Gehen schließlich Bücher mal entzwei.

                  Wie ? – ich jemals auch in Büchern lese??
                  Oh, sie unerhörter Ese—
                  Nein, pardon! – Doch positus, ich säße
                  Auf dem Lokus und Sie harrten
                  Draußen meiner Rückkehr, ach dann nur
                  Ja nicht länger auf mich warten.
                  Denn der Lokus ist bei mir ein Garten,
                  Den man abseits ohne Zeit und Uhr
                  Düngt und erntet dann Literatur.

                  Bücher – Nein, ich bitte Sie inständig:
                  Nicht mehr fragen! Laß dich doch belehren!
                  Bücher, auch wenn sie nicht eigenhändig
                  Handsigniert sind, soll man hochverehren.

                  Bücher werden, wenn man will, lebendig.
                  Über Bücher kann man ganz befehlen.
                  Und wer Bücher kauft, der kauft sich Seelen,
                  Und die Seelen können sich nicht wehren

                    b_kahlke
                    Posted 1 year ago

                    Schneiden und Scheiden

                    und/oder

                    Blau und Grün

                    beide sind von Robert Gernhardt und stammen aus dem Buch “Lichte Gedichte”, Haffmanns Verlag.

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