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Suche schönes Gedicht mit mindestens 5 Strophen !?

Hallo :)

Wir sollen für den Deutschunterricht ein Gedicht lernen welches mindestens 5 Strophen hat.
Kennt vielleicht einer von euch ein Schönes ?

So als Richtlinie- mir gefällt das Gedicht :
Ich trage dein Herz bei mir.
Ich trage es in meinem Herzen,
Nie bin ich ohne es.
Wohin ich auch gehe, gehst du meine Teure
und was auch nur von mir allein gemacht wird,
ist dein Werk, mein Schatz.
Ich fürchte kein Schicksal,
weil Du mein Schicksal bist, mein Liebling.
Ich will keine Welt, weil du meine Schöne,
meine Welt bist, meine Liebste.
….

danke schonmal :)

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  • gedicht mit 5 strophen

    Zwiderwurz
    Posted 1 year ago

    Noch viel schöner und vor allem viel länger ist die Ilias …;)

    Das Gedicht verkürzt den Inhalt der 24 Bücher der Ilias auf ganze 1070 Verse.

      Düsterwald
      Posted 1 year ago

      Schön ist ja immer relativ. Ich finde dieses hier wunderwunderschön, es heißt “Weil du nicht da bist” und ist von Mascha Kaléko:

      ——————————————————————–
      Weil du nicht da bist, sitze ich und schreibe
      All meine Einsamkeit auf dies Papier.
      Ein Fliederzweig schlägt an die Fensterscheibe.
      Die Maiennacht ruft laut. Doch nicht nach mir.

      Weil du nicht bist, ist der Bäume Blühen,
      Der Rosen Duft vergebliches Bemühen,
      Der Nachtigallen Liebesmelodie
      Nur in Musik gesetzte Ironie.

      Weil du nicht da bist, flücht ich mich ins Dunkel.
      Aus fremden Augen starrt die Stadt mich an
      Mit grellem Licht und lärmendem Gefunkel,
      Dem ich nicht folgen, nicht entgehen kann.

      Hier unterm Dach sitz ich beim Lampenschirm;
      Den Herbst im Herzen, Winter im Gemüt.
      November singt in mir sein graues Lied.
      »Weil du nicht da bist« flüstert es im Zimmer.

      »Weil du nicht da bist« rufen Wand und Schränke,
      Verstaubte Noten über dem Klavier.
      Und wenn ich endlich nicht mehr an dich denke,
      Die Dinge um mich reden nur von dir.

      Weil du nicht da bist, blättre ich in Briefen
      Und weck vergilbte Träume, die schon schliefen.
      Mein Lachen, Liebster, ist dir nachgereist.
      Weil du nicht da bist, ist mein Herz verwaist.

        askanswer
        Posted 1 year ago

        Hat zwar keine 5 Strophen….und ist auch denk ich mal nicht so wie deines…aber wenn man die Geschichte hinter dem Gedicht sieht…also ich finde es wunderschön…musste es damals auch lernen…und finde es ist eigentlich ganz einfach zu lernen…hoffe ich konnte dir helfen…:)

        John Maynard

        John Maynard!
        “Wer ist John Maynard?”
        “John Maynard war unser Steuermann,
        aushielt er, bis er das Ufer gewann,
        er hat uns gerettet, er trägt die Kron’,
        er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
        John Maynard.”

        Die “Schwalbe” fliegt über den Erie-See,
        Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
        von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
        die Herzen aber sind frei und froh,
        und die Passagiere mit Kindern und Fraun
        im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
        und plaudernd an John Maynard heran
        tritt alles: “Wie weit noch, Steuermann?”
        Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
        “Noch dreißig Minuten … Halbe Stund.”

        Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
        da klingt’s aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
        “Feuer!” war es, was da klang,
        ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
        ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
        und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

        Und die Passagiere, bunt gemengt,
        am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
        am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
        am Steuer aber lagert sich´s dicht,
        und ein Jammern wird laut: “Wo sind wir? wo?”
        Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

        Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
        der Kapitän nach dem Steuer späht,
        er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
        aber durchs Sprachrohr fragt er an:
        “Noch da, John Maynard?”
        “Ja,Herr. Ich bin.”

        “Auf den Strand! In die Brandung!”
        “Ich halte drauf hin.”
        Und das Schiffsvolk jubelt: “Halt aus! Hallo!”
        Und noch zehn Minuten bis Buffalo. – -

        “Noch da, John Maynard?” Und Antwort schallt’s
        mit ersterbender Stimme: “Ja, Herr, ich halt’s!”
        Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
        jagt er die “Schwalbe” mitten hinein.
        Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
        Rettung: der Strand von Buffalo!

        Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
        Gerettet alle. Nur einer fehlt!

        Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell’n
        himmelan aus Kirchen und Kapell’n,
        ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
        ein Dienst nur, den sie heute hat:
        Zehntausend folgen oder mehr,
        und kein Aug’ im Zuge, das tränenleer.

        Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
        mit Blumen schließen sie das Grab,
        und mit goldner Schrift in den Marmorstein
        schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

        “Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
        hielt er das Steuer fest in der Hand,
        er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
        er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
        John Maynard.”

          Sandra
          Posted 1 year ago

          Die Tanzenden:

          Es ist ein
          Spiel aus dem
          Was wir
          Liebe nennen
          In vereinzelten
          Stunden der
          Hoffnung

          Für wenige Zeichen
          Über den
          Zweifel erhaben
          Der Geduld hat
          Weil seine Rückkehr
          Gewiss ist

          Dann reichen wir uns
          Augenblicke
          Zärtlich verschlüsselt
          Einig als wären wir
          Sicher

          Aus vollen Händen
          Ein Blumenmeer
          Verschwenderisch
          Im Vertrauen

          Näher am Abgrund
          Wir wissen genau
          Keiner wird
          Den anderen
          Halten

            leo154
            Posted 1 year ago

            ich schätze jandls “fünfter sein”, weil es sich wegen des aufbaus leicht lernen läßt und weil es witzig ist. für näheres sieh hier
            http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnfter_sein

              Azul
              Posted 1 year ago

              ok, anhand der vorgabe sehe ich schon, dass du wohl keinen lyrischen anspruch schätzt.
              ich mein, das gedicht hat kein metrum und kein reimschema, aber es ist auch net absichtlich zerhackt wie in postmodernen gedichten.
              kurz, es ist einfach nur schlecht. sorry, aber das musste einfach mal gesagt werden.

              so nun zu der frage:
              Verlorenes Ich von Berthold Brecht.

              Verlorenes Ich, zersprengt von Stratosphären,
              Opfer des Ion: – Gamma – Strahlen .- Lamm -,
              Teilchen und Feld: – Unendlichkeitschimären
              Auf deinem grauen Stein von Notre – Dame.

              Die Tage gehen dir ohne Nacht und Morgen,
              die Jahre halten ohne Schnee und Frucht
              bedrohend das Unendliche verborgen -,
              die Welt als Flucht.

              Wo endest du, wo lagerst du, wo breiten
              Sich deine Sphären an -, Verlust, Gewinn -:
              Ein Spiel von Bestien. Ewigkeiten,
              an ihren Gittern fliehst du hin.

              Der Bestienblick: die Sterne als Kaldaunen,
              Der Dschungeltod als Seins- und Schöpfungsgrund,
              Mensch, Völkerschlachten, Katalaunen
              Hinab den Bestienschlund.

              Die Welt zerdacht. Und Raum und Zeiten
              Und was die Menschheit wob und wog,
              Funktion nur von Unendlichkeiten,
              die Mythe log.

              Woher, wohin -, nicht Nacht, nicht Morgen,
              kein Evoë, kein Requiem,
              du möchtest dir ein Stichwort borgen -,
              allein bei wem?

              Ach, als sich alle einer Mitte neigten
              Und auch die Denker nur den Gott gedacht,
              sie sich den Hirten und dem Lamm verzweigten,
              wenn aus dem Kelch das Blut sie rein gemacht,

              und alle rannen aus der einen Wunde,
              brachen das Brot, das jeglicher genoss -,
              oh ferne zwingende erfüllte Stunde,
              die einst auch das verlorene Ich umschloss.

                comandeur/wache18
                Posted 1 year ago

                Ein junger Held vom muntern Heere,
                das nur der Sonnenschein belebt,
                und das mit sugendem Gewehre
                nach Ruhm gestochener Beulen strebt,
                doch die man noch zum großen Glücke
                durch zwei paar Strümpfe hindern kann,
                der junge Held war eine Mücke.
                .
                Hört meines Helden Taten an!
                Auf ihren Kreuz- und Ritterzügen
                fand sie, entfernt von ihrer Schar,
                im Schlummern einen Löwen liegen,
                der von der Jagt entkräftet war.
                “Seht, Schwestern, dort den Löwen schlafen?”,
                schrie sie die Schwestern gauckeln an.
                “Jetzt will ich hin und will ihn strafen.
                Er soll mir bluten, der Tyran!”
                .
                Sie eilt und mit verwegnem Sprunge
                setzt sie sich auf des Königs Schwanz.
                Sie sticht und flieht mit schnellem Schwunge,
                stolz auf den sauern Lorberkranz.
                Der Löwe will sich nicht bewegen?
                “Wie, ist er tot?Das heiß ich Wut!”
                Zu mörderisch war der Mücke Degen,
                doch sagt, ob er nicht Wunder tut?
                “Ich bin es, die den Wald befreiet,
                wo seine Mordsucht sonst getobt.
                .
                Seht, Schwestern, den der Tiger scheuet,
                der stirbt! Mein Stachel sei gelobt!”
                Die Schwestern jauchzen, voll Vergnügen,
                um ihre laute Siegerin.
                “Wie? Löwen,Löwen zu besiegen!
                Wie,Schwester, kann dir das in Sinn?
                .
                ,,,”Ja, Schwestern, wagen muss mann! Wagen!
                Ich hätt es selber nicht gedacht.
                Auf! Lasset uns mehr Feinde schlagen!
                Der Anfang ist zu schön gemacht.
                .
                Doch unterdiesen Siegesliedern,
                da jene von Triumphen sprach,
                erwacht der matte Löwe wieder
                und eilt erquickt dem Raube nach.

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