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In Fontanes Gedicht Mittag beschreibt er die Ruhe der Natur und trotzdem sagt es klingt als ströme ein Regen?

    AxelArizonaman
    Posted 3 weeks ago

    Versetze dich in die Natur .dann hörst du wie die waldestille klingt mfg99
    http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/allegedichte/gedicht_1328.html

      Deus ex Machina
      Posted 3 weeks ago

      Ja, seltsam. Doch mal so gedacht:
      Der Mittag ist der Ruhepunkt des Tages, gewissermaßen der Mittelpunkt zwischen den beiden “Extrema” Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Die Sonne hat den höchsten Punkt am Himmel erreicht und scheint insofern (natürlich nicht wirklich) still zu stehen, ebenso wie die Natur zu dieser Zeit in sich kehrt.
      Auffällig ist ja, daß das lyrische Ich in bezug auf den Regenstrom lediglich einen Vergleich angibt:
      “es klingt, als strömt’ …” (die elidierte Form heißt ausgeschrieben: strömte, und ist hier ein Konjunktiv des Irrealis) – es ist also nicht wirklich so, daß Regen strömt.
      Regen nun nährt die Natur, namentlich den Wald. Wasser gilt ja als das Lebensprinzip alles Lebendigen. Daß Regen, also das Lebensprinzip, vom Himmel kommt, läßt noch die Deutung auf göttliches Wirken zu, daß also Gott seine Schöpfung (symbolisch durch den Regen) erhält.
      Fazit: Auch wenn alle Natur ruhig und still scheint, regt sich in ihr dennoch das sie durchwaltende (vielleicht von Gott gegebene) Lebensprinzip, wonach sich alles entwickelt und auch vergeht.

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