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Gedichtinterpretation “Verklärter Herbst” von Georg…?

Liebe Menschen ich brauche eure Hilfe..
In ein paar Tagen werden wir einen Aufsatz zu diesem Thema schreiben,
also dieses Gedicht interpretieren…

“Verklärter Herbst” von Georg Trakl

Gewaltig endet so das Jahr
mit gold’nem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
wie schön sich Bild an Bildchen reiht -
das geht in Ruh und Schweigen unter

Hmm irgendwie weiß ich nicht wirklich weiter… vllt. Könntet ihr mir ein paar Links empfehlen die mir weiter helfen könnten…
Oder vllt. Liest das ein begabter Gedichtinterpret…und könnte mir etwas beibringen…und unterrichten;)
Und mir zeigen wie er an solch eine Aufgabe herangehen würde…

Ich bitte um schnelle Antwort…wenn möglich.

Vielen Dank

Top:

  • Gedichtinterpretation Verklärter Herbst von Georg Trakl
  • kreuzreim verklärter herbst

    SoulMate83
    Posted 1 year ago

    Naja also normalerweise geht man ja an die sache erst mal so ran.strophen,verse,reimschema,..blabla
    dann arbeitet man stilmittel heraus und interpretiert die dann.Ich hoffe du weißt wovon ich rede..:-) Manchmal kriegt man dann auch noch ne Kurzbiographie vom Autor und kann dann da noch a bissl rum interpretieren was er wohl damit gemeint haben könnte und warum er des verfasst hat. Ach ja, kannst auch noch was zu der Stimmung sagen, also wie des Gedicht auf dich wirkt, was für Gefühle des in der hervorruft etc.jep, so mach ich das immer,..bist echt net zu beneiden..*gähn*
    Viel Glück noch und Erfolg!

      floehchen3203
      Posted 1 year ago

      Hier mal ein Anfang für dich

      Georg Trakl – Verklärter Herbst

      Das Gedicht besteht aus drei Versgruppen, die im wesentlichen identisch aufgebaut sind. Das Reimschema ist der Kreuzreim. Das Versmaß ist ein vierebiger Jambus, d.h. die Zeilen beginnen mit einer unbetonten Silbe, dann folgt auch eine solche immer eine betonte. Die Versschlüsse sind in der ersten und dritten Zeile immer männlich (enden auf Hebung), in den anderen beiden Zeilen gibt es weibliche Versschlüsse, d.h. die Zeilen enden auf einer unbetonten Silbe.

      Inhaltserläuterung

      Das Gedicht beginnt mit einer Feststellung zum Herbst, die versucht, einen mächtigen Eindruck festzuhalten (“gewaltig”), dieser wird in den nächsten drei Verszeilen genauer erläutert: Da ist zum einen die vom Menschen bebaute Welt, Weinberge und Gärten, jeweils mit ihren Früchten. Daneben gibt es aber auch die unberührte Natur, die dem Menschen die gewünschte Einsamkeit gibt. Es bleibt hier offen, wie sehr sich der Sprecher mit diesem Wunsch identifiziert. Die erste Zeile der zweiten Strophe hängt mit dem Anfang der ersten zusammen: Wieder geht es um den vom Menschen bebauten Bereich, wo jetzt die Ernte eingefahren wird, dementsprechend auch die befriedigte Äußerung des Landmanns: Es ist gut. Die nächsten beiden Zeilen sind wohl noch aus der Perspektive dieser Figur gesprochen: Zum Erntebereich kommt, wenn auch nur angedeutet, der Bereich von Religion und Frömmig-keit (Abendglocken). Von ihnen erwartet er sich frohen Mut, was hier wohl sowohl zurück- als auch nach vorne blickt, schließlich dienen die Früchte der Natur dazu, den Menschen das Überwintern und damit den Einstieg in ein neues Lebens- und Erntejahr zu ermöglichen. Der Schluss der Strophe gehört wieder der freien Natur, hier ist es ein Vogelzug, der sich auf den Weg macht und in freundlicher Beziehung zum Menschen steht.

      Intention/Aussage

      Das Gedicht ist ein Naturgedicht, das nichts mehr will als ein Gefühl einfangen, nämlich das Gefühl, das man im Herbst hat, wenn die Arbeit auf dem Land getan ist, wenn die Sonne scheint und vieles sich langsam auf den Weg macht, sei es zum großen Flug in Überwinterungsgebiete oder zu einer gemeinsamen Lustfahrt mit dem/der Geliebten. Es wird also eine Zeit des behaglichen Zurückschauens, aber auch eine Zeit des beginnen-den Aufbruchs geschildert. Alles aber steht unter dem Zeichen frohen Muts, auch wenn am Ende Ruh und Schweigen stehen, aber das ist eben nicht die Ruhe des Friedhofs, sondern die Ruhe der Erntezeit, wenn im Korn schon die Saat des nächsten Jahres vorhanden ist – denn das sind die beiden Seiten einer jeden Frucht

      Künstlerische Eigenart

      Das Gedicht ist geprägt durch die geschlossene Form und den ruhigen, behaglichen Ton, der nur am Anfang etwas pathetisch klingt (gewaltig). Dazu trägt auch die Inversion (Abwandlung des normalen Sprachgebrauchs) bei. Hier geht es nicht um Schicksale und Erlebnisse einzelner Menschen, sondern alles wird verallgemeinert und damit überhöht. Deshalb ist auch nicht vom Bauern, sondern vom Landmann die Rede. Im übrigen muss man einige Textstellen sehr genau auf ihren Sinn hin befragen, um Charakter, Eigenart und Zielrichtung des Gedichts zu erkennen. Dazu gehören die Abendglocken, der Vogelzug (beides wird personifiziert und fast symbolische Bedeutung!), Ruh und Schweigen schließlich am Schluss.

      Noch ein Tip

      versuche immer alles in eigene Worte zu fassen

      Gruß Der Floh

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