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Geburtstagsgedicht?

Kennt jemand das Geburtstagsgedicht mit (in etwa) diesem Wortlaut: “Durch der Jahren Kelter…wie Wein…”
Es geht darum, dass der Mensch wie Wein ist, je älter, desto besser.

    -geli-
    Posted 2 years ago

    nö leider nicht….. ;)

      wishcommander2
      Posted 2 years ago

      Ich kenne nur “Die Winzerin” von Gottfried Keller, aber das wirds nicht sein….

        f.keller1
        Posted 2 years ago

        Gibt ne ganze menge im Netz. Ich glaube da wirst du fündig.

        http://www.geburtstags-gedichte.de
        http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de

          leony
          Posted 2 years ago

          Ja, gern.

          1. Kummer, sei lahm! Sorge, sei blind!
          Es lebe das Geburtstagskind!
          (Theodor Fontane, 1819-1898)

          2. Geburtstagsgruß
          Ach, wie schön, dass Du geboren bist!
          Gratuliere uns, dass wir Dich haben,
          dass wir Deines Herzens gute Gaben
          oft genießen dürfen ohne List.
          Deine Mängel, Deine Fehler sind
          gegen das gewogen harmlos klein.
          Heut nach vierzig Jahren wirst du sein:
          immer noch ein Geburtstagskind.
          Möchtest Du: nie lange traurig oder krank
          sein. Und wenig Hässliches erfahren.-
          Deinen Eltern sagen wir unseren
          fröhlichen Dank dafür,
          daß sie Dich gebaren.

          Gott bewinke Dir
          alle Deine Schritte;
          ja, das wünschen wir,
          Deine Freunde und darunter (bitte)
          Dein……………

          (Joachim Ringelnatz, 1883-1934)

          3. Ich wünsche, dass dein Glück
          sich jeden Tag erneue,
          dass eine gute Tat
          dich jede Stund erfreue!
          Und wenn nicht eine Tat,
          so doch ein gutes Wort,
          das selbst im Guten wirkt,
          zu guten Taten fort.
          Und wenn kein Wort,
          doch ein Gedanke schön und wahr,
          der dir die Seele mach
          und rings die Schöpfung klar.

          (Friedrich Rückert, 1788-1866)

          4. Hab Sonne im Herzen,
          ob’s stürmt oder schneit,
          ob der Himmel voll Wolken,
          die Erde voll Streit …
          hab Sonne im Herzen,
          dann komme was mag:
          das leuchtet voll Licht dir
          den dunkelsten Tag!

          Hab ein Lied auf den Lippen
          mit fröhlichem Klang,
          und macht auch des Alltags
          Gedränge dich bang …
          hab ein Lied auf den Lippen,
          dann komme was mag:
          das hilft dir verwinden
          den einsamsten Tag!

          Hab ein Wort auch für andre
          in Sorg und in Pein
          und sag, was dich selber
          so frohgemut läßt sein:
          Hab ein Lied auf den Lippen,
          verlier nie den Mut,
          hab Sonne im Herzen,
          und alles wird gut!
          (Cäsar Flaischlen, 1864-1920)

          6. Lass den Tag deine sein, doch deine nicht alleine:
          gib uns ein Teil darvon, uns, die wir auch sind deine,
          als wie du unser bist! Verschleiß’ die liebe Zeit
          mit angenehmer Lust und leichter Fröhlichkeit!
          Wir sind bereit darzu, in was wir nur vermügen,
          dich mit auch gleicher Gunst und Liebe zu vergnügen.
          Schon’ keine Kosten nicht, und denke dies darbei,
          dass in dem ganzen Jahr’ ein solcher Tag nur sei!
          (Paul Fleming, 1609-1640)

          7. Aus der Ferne
          diesen Wunsch:
          Glückliche Sterne
          und guten Punsch!

          Jene für immer,
          diesen für heut –
          und nimm nichts schlimmer
          als Gott es beut.

          Raffe dich, sammle dich,
          eins, zwei, drei,
          und verrammle dich
          gegen Hirnschlepperei.

          Brich, was nicht halten will,
          brich es entzwei!
          Aber hältst du still –
          ist es vorbei.
          (Theodor Fontane, 1819-1898)

          Beim Grübeln übers Geschenk zum Gedichte respektive das Gedicht zum Geschenke kann Schiller helfen und Ringelnatz sogar den größten Missgriff entschuldigen:

          8. Sag selbst, was ich Dir wünschen soll,
          ich weiß nichts zu erdenken.
          Du hast ja Küch und Keller voll,
          nichts fehlt in Deinen Schränken.
          (Friedrich von Schiller, 1759-1805)

          9. Zu einem Geschenk
          Ich wollte dir was dedizieren,
          nein, schenken, was nicht zuviel kostet.
          Aber was aus Blech ist, rostet,
          und die Messing-Gegenstände oxydieren.
          Und was kosten soll es eben doch.
          Denn aus Mühe mach ich extra noch
          was hinzu, auch kleine Witze.
          Wär bei dem, was ich besitze,
          etwas Altertümliches dabei —
          doch was nützt Dir eine Lanzenspitze!
          An dem Bierkrug sind die beiden
          Löwenköpfe schon entzwei.
          Und den Buddha mag ich selber leiden.
          Und du sammelst keine Schmetterlinge,
          die mein Freund aus China mitgebracht.
          Nein – das Sofa und so große Dinge
          kommen überhaupt nicht in Betracht.
          Ach, ich hab die ganze letzte Nacht,
          rumgegrübelt, was ich dir
          geben könnte. Schlief deshalb nur eine,
          allerhöchstens zwei von sieben Stunden,
          und zum Schluß hab ich doch nur dies kleine,
          lumpige, beschissne Ding gefunden.
          Aber gern hab ich für dich gewacht.
          Was ich nicht vermochte, tu du’s: Drücke du
          nun ein Auge zu.
          Und bedenke,
          daß ich dir fünf Stunden Wache schenke.
          Laß mich auch in Zukunft nicht in Ruh.
          (Joachim Ringelnatz, 1883-1934)

          Hier folgt nun aber nach den Beschwernissen der Vorbereitungen direkt die Gala der runden Jubelfeste (unter Kindergedichte findet sich ergänzend von Paula Dehmel: Rumpumpels Geburtstag):

          40. Geburtstag
          Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen,
          wir stehen still und schau’n zurück,
          dort sehen wir der Kindheit stilles liegen
          und dort der Jugend lautes Glück.

          Noch einmal schau, und dann gekräftigt weiter.
          Erhebe deinen Wanderstab!
          Hin dehnt ein Bergesrücken sich, ein breiter,
          und hier nicht, drüben gehts bergab.

          Nicht atmend aufwärts brauchst du mehr zu steigen,
          die Ebne zieht von selbst dich fort;
          dann wird sie sich mit dir unmerklich neigen,
          und eh du’s denkst, bist du im Port.
          (Friedrich Rückert, 1788-1866)

          Zum 50. Geburtstag:
          Nicht lange will ich meine Wünsche wählen,
          bescheiden wünsch ich zweierlei:
          Noch fünfzig solcher Tage sollst du zählen
          und allemal sei ich dabei!

          (Eduard Mörike, 1804-1875)

          Zum 60. Geburtstag:
          Alter
          Das aber ist des Alters Schöne,
          Dass es die Saiten reiner stimmt,
          Dass es der Lust die grellen Töne,
          Dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.

          Ermessen lässt sich und verstehen
          Die eig’ne mit der fremden Schuld,
          Und wie auch rings die Dinge gehen,
          Du lernst dich fassen in Geduld.

          Die Ruhe kommt erfüllten Strebens,
          Es schwindet des verfehlten Pein –
          Und also wird der Rest des Lebens
          Ein sanftes Rückerinnern sein.

          (Ferdinand von Saar, 1833-1906)

          Zum 70. Geburtstag:
          Jubelfeier
          Der Mann bracht’ es auf siebzig gar;
          Das heißt: Von seinem siebenten Jahr
          Hat all sein Wirken von Kind bis jetzt
          Nur eine Null ihm zugesetzt.
          (Franz Grillparzer, 1791-1872)

          Zum 80. Geburtstag:
          80 – na und?

          Liebe/r [Name],
          nun wirst du 80 Jahre heute,
          es führt kein Weg daran vorbei.
          Versammelt sind hier viele Leute,
          doch ist die Zahl dir einerlei.

          Du bist, aus junger Sicht betrachtet,
          mit 80 auf der Höh’ und weise;
          was du als wichtig hast erachtet,
          erstrebst du immer still und leise.

          Mit viel Gesundheit und viel Liebe
          hast du gesammelt Jahr um Jahr,
          und immer voll vom Lebenstriebe
          fühlst du dich dabei wunderbar.

          Liebe/r [Name],
          ich wünsch’ dir einen tollen Tag,
          dem viele schöne folgen sollen,
          und lass nun meinen Wörter-Quark
          bevor er dir gerät zum Grollen.
          (Artur H. Hawer, geb. 1946)

          Geeignet für Toasts, Einladungen und zum Ende dieser Jubelkinderverseauswahl ist ein Vierzeiler des als “Aufklärer” bekannten Lessing:

          Eine Gesundheit auf die Gesundheiten
          Weg, weg mit Wünschen, Reimen, Schwänken!
          Trinkt fleißig, aber trinket still!
          Wer wird an die Gesundheit denken,
          wenn man die Gläser leeren will?
          (Gotthold Ephraim Lessing, 1729-1781)

          Und schlussendlichst von “unbekannt” der allerletzte Gruß:

          Der Morgen graut, wir sind die Letzten,
          die immer noch ganz munter festen.
          Dies lasst ins Gästebuch und schreiben,
          und dann noch drei, vier Stunden bleiben.

            moglimala80
            Posted 2 years ago

            Nö, sorry, aber ich habe auch ein nettes Gedichtchen von Badesalz, mit dem ich dir vielleicht weiterhelfen kann!Eigentlich wird das gesungen, aber du kannst es auch kräftig betonen:
            “Ja, wo ist denn das Geburtstagskind”
            “Ich hab ja kein Geschenk dabei”
            “Wie wär`s, wenn du mir einfach eine schmierst”
            Damit bist du doch alle Sorgen los, und so groß sind die Schmerzen bei ner Backpfeiffe nicht!

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